Teilen auf die spielerische Art

Das Bildungssystem der verschiedenen Länder ist von Grund auf verschieden. Es gibt unterschiedliche Schulformen, die Inhalte werden anders und zu einem anderen Zeitpunkt vermittelt. Und gerade bei diesem Spiel merkt man dies sehr schnell.

Ziel des Spieles ist es, Pizzastücke zusammenzustellen  und sie zu einer ganzen Pizza zusammenzupuzzeln. Erschwert wird das Prinzip mit den Bruchbezeichnungen, die dann durch die Pizzastücke erlangt werden sollen. Klingt einfach, aber nur für Erwachsene!

Während das Spiel offiziell ab 6 Jahren spielbar sein soll, verzweifeln Kinder mit 6 Jahren nach meinen Erfahrungen selbst an der einfachen Variante. Da die Pizzastücke nicht klar voneinander getrennt dargestellt sind, ist ein großen Stück halt auch nur ein Stück. Hier wird der Fokus zu sehr auf das Dargestellte gelenkt. Die Spielvariante ist eher sinnvoll, sobald die Abstraktion des Kindes soweit geschult ist, dass die Kinder erkennen, dass ein großes Pizzastück aus mehreren kleinen Stücken besteht. An sich ist für den gesamten Spielverlauf die Abstraktionsfähigkeit der einzelnen Spieler von enormer Bedeutung. Während einigen Spielern das Hineindenken leicht fällt, ist es für andere ein großes Hindernis. Selbst Erwachsene zeigen hier ihre Probleme. Da kommt es schnell vor, dass die Ungeduld bei einigen Spielern siegt und sie beim Spielzug eines Anderen helfen.

Bei "Splittissimo" ist schnell zu erkennen, dass das Ziel des Spieles über dem Spielspaß steht. Durch das Spiel wird das Bruchrechnen geübt - und das erkennen auch die Kinder. Daher ist die Motivation, eine erneute Runde zu spielen, eher begrenzt. Doch aus der Perspektive des Lernspieles (als Lernmaterial) kann gesagt werden, dass es zum Verständnis des Bruchrechnens gut genutzt werden kann.

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